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Odense in Dänemark

Odenses wechselvolle Geschichte

Gasse in Odense Die drittgrößte Stadt Dänemarks ist Odense mit etwa 190.000 Einwohnern. Sie liegt auf der Insel Fünen und gehört damit zur Region Süddänemark. In Odense, das im Jahr 988 erstmals erwähnt wurde, befindet sich u.a. der Bischofssitz. Die Stadt blickt überdies auf eine recht interessante Geschichte zurück.

So nimmt man an, dass der Name Odense auf die Wikinger zurückgeht, da er so viel bedeuten könnte wie „Odins Vi“, was einer Verehrung für die nordische Gottheit Odin (auch bekannt als Wotan oder Wodan) Ausdruck verleiht. Ursprünglich war Odense wohl also eine Kultstätte für die oberste nordische Gottheit. Im Hochmittelalter prägte die katholische Kirche die Region und die Siedlung Odense, so dass unzählige Klöster und Kirchen hier errichtet wurden, von denen die meisten noch im heutigen Stadtbild zu sehen sind. Das älteste Gotteshaus ist vermutlich die Vor Frue Kirke; sehr gut erhalten ist indes der Dom zu Odense, genannt Sankt Knuds Kierke. Schon um das Jahr 1060 erhielt Odense den Titel der Bischofsstadt.

Kurz darauf, im Jahre 1086, kam es in Odense zur Ermordung des damaligen dänischen Königs Knut IV., 150 Jahre später wurden weite Teile der Stadt im Bürgerkrieg dem Erdboden gleichgemacht. Schon 1355 erhielt Odense den Status einer Handelsstadt, der ökonomische Erfolg kam allerdings erst 1500 mit dem Umzug der dänischen Königin nach Odense – die Stadt begann nun, rasant zu wachsen, was sich wirtschaftlich natürlich ebenfalls auswirkte. In der Mitte des 17. Jahrhunderts war die Stadt für vier Jahre sogar die Hauptstadt Dänemarks.

Neben den noch erhaltenen Klöstern und Kirchen und dem sehenswerten Rathaus ist in Odense vor allem das Schloss interessant, das erst als Pflegehaus für einen Orden, dann als Königsschloss und seit einigen Jahren nun als Verwaltungsgebäude genutzt wurde. Fjord in OdenseAttraktiv für Groß und Klein ist auf jeden Fall auch die H. C. Andersens Hus und H. C. Andersens Barndomshjem, zwei Museen, die sich mit dem Märchendichter, seinem Werk und seinem Leben, befassen. Auf über einem Hektar Fläche ist hingegen im Danmarks Jernbanemuseum Nordeuropas größte Sammlung an Fähren und Eisenbahnen zu bestaunen; zudem haben sich in Odense zwei Freilichtmuseen angesiedelt. In Jernalderlandsbyen im Vorort Næsby sind hauptsächlich Rekonstruktionen zu sehen, während im „Fünischen Dorf“ („Den Fynske Landsby“) 25 wiederaufgebaute ländliche Bauten aus vergangenen Zeiten ausgestellt sind. Berühmt ist zudem das Ozeaneum, das sich im Odense Zoo befindet, der viele Tiere aus allen Kontinenten beherbergt. Kulturelle Abwechslung bringt ein Besuch des Konzerthauses, in dem auch ein Museum untergebracht ist, das sich mit Leben und Werk des Komponisten Carl Nielsen beschäftigt.

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