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Skagerrak - Daenemark.net

Die Wetterverhältnisse im Skagerrak sind besser als ihr Ruf

Skagerrak Strand Der westlichste Teil jener Wasserstraße, die die Nordsee mit der Ostsee verbindet, ist der Skagerrak. Wer also mit dem Schiff von Ost nach West möchte, passiert den Skagerrak als letzte Passage, bevor er die Gewässer der Nordsee erreicht. Von der Ostsee kommend, muss man zunächst entweder den schmalen Öresund zwischen Dänemark und Schweden, den Kleinen Belt zwischen der Insel Fünen und Jütland oder den Großen Belt zwischen Fünen und der Insel Seeland passieren, bevor man über den Kattegat (das Meer zwischen Nordjütland und der schwedischen Region Halland) schließlich den Skagerrak erreicht.

Der Skagerrak bildet jenes Wasserdreieck, das von den Landmassen von Nordjütland (die Halbinsel von Skagen), der südöstlichen Küstenlinie von Norwegen und der südwestschwedischen Region Bohuslän eingerahmt wird. Der Länge nach misst der Skagerrak etwa 240 Kilometer, und die breiteste Ausdehnung dieser Straße liegt bei 140 Kilometern (zwischen Skagen und der Küste der norwegischen Region Østland). An seiner schmalsten Stelle misst die Meerenge etwa 80 Kilometer; seine Maximaltiefe von etwa 700 Metern erreicht er in der so genannten Norwegischen Rinne vor der Küste von Arendal in Norwegen. Für eine Meeresstraße ist der Skagerrak beinahe überall recht tief.

Im Zweiten Weltkrieg fanden im Skagerrak einige Gefechte statt, traurige Berühmtheit erlangte jedoch die „Seeschlacht im Skagerrak“, die unter diesem Namen in die Geschichte eingegangen ist. Dänischer Leuchtturm Sie ereignete sich jedoch nicht im Zweiten, sondern im Ersten Weltkrieg, genauer: am 31. Mai 1916. Damals wollte die deutsche Flotte ein britisches Geschwader angreifen, doch weil die britische Marine Wind von dem Manöver bekam, schickte sie ihre „Home Fleet“ los – ein Kampfverbund von 150 Kriegsschiffen – in den Skagerrak, um die deutschen Schiffe am Westausgang der Wasserstraße vor der dänischen Küste zu stellen. Als die Nacht hereingebrochen war, konnten die deutschen Schiffe ihren Jägern gerade so noch in Richtung deutsche Nordseeküste entkommen.

Einen ziemlich miserablen Ruf haben die Windverhältnisse im Skagerrak, doch so schlimm für die Schifffahrt sind sie gar nicht. Es herrscht eher das stille Niveau vor, ähnlich der Ostseewinde, als die rauen Windverhältnisse der Nordsee. Aufgrund der Ausläufer des Golfstroms bzw. des Nordatlantikstroms sind die Temperaturen von Luft und Wasser am Skagerrak ganzjährig sehr mild. Ungewöhnliche Wetterlagen entstehen in der Wasserstraße nicht sehr oft, und wenn, dann zumeist im Herbst, wenn sich im Windschatten der norwegischen Gebirgskette ein kleines Tiefdruckgebiet aufbaut. Dann können sich im Skagerrak sogar Sturmtiefs bilden, die das Wetter der gesamten Region beeinflussen und für schwere See vor allem in der Meerenge zwischen Skagen und Oslo sorgen.

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