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Ribe in Dänemark

Ribe ist eine der ältesten Städte in Dänemark

Stadt Ribe Eine der ältesten Siedlungen Dänemarks ist das 8.200 Einwohner zählende Städtchen Ribe in Süddänemark. An der Westküste gelegen, war der Ort im Mittelalter und noch danach die wohl wichtigste Hafenstadt, die das Königreich Dänemark an der Nordsee besaß. Gegründet wurde Ribe schon im 8. Jahrhundert, und wer als Tourist in der Nähe ist, sollte sich die Stadt mit ihren vielen, gut erhaltenen alten Bauwerken aus allen Epochen seit der Gründung Ribes einmal anschauen. Schon in der Mitte des 9. Jahrhunderts hatte sich Ribe zu einem bedeutenden Ort des Warenhandels entwickelt, und so siedelten sich bald auch Handwerker verschiedener Couleur hier an, insbesondere Weber, Töpfer, Metallgießer und Leder verarbeitende Arbeiter. Es gilt als erwiesen, dass Ribe damals bereits Handelsbeziehungen mit Städten wie Stade, Köln, Bremen, Utrecht und Groningen unterhalten hat.

Bis in das 16. Jahrhundert änderte sich an der Bedeutung Ribes recht wenig, erst ein Großbrand im Jahr 1580, vier Epidemien der Pest sowie die Burchardiflut (auch bekannt als Zweite Grote Mandränke) im Oktober 1634 – eine Sturmflut, bei der das Wasser in Ribe mehr als sechs Meter hoch stand – führten zum Niedergang der einst prosperierenden Stadt. Windmühle in Ribe Es folgte ein weiterer Ausbruch der Pest 1659, bei dem ein Drittel aller Bewohner Ribes umkamen. Durch die zahlreichen Kriege im 17. Jahrhundert lebten um 1700 herum nur noch 2.000 von ehemals 5.000 Menschen in Ribe und die Stadt verlor mehr und mehr an Bedeutung. Für die alten Bauwerke womöglich ein großes Glück, wurde Ribe so doch im Ersten und im Zweiten Weltkrieg kein Kriegsschauplatz, die Gebäude überstanden diese Zeit unversehrt.

Die gesamte Altstadt und auch der romanische Dom der Stadt (mit später dazugekommenen gotischen Elementen) sind somit sehr gut erhalten. Nordwestlich des Stadtkerns liegt das Riberhus Slotsbanke, dort befinden sich die Überreste einer vom dänischen König Niels im 12. Jahrhundert erbauten Burg, die im 17. Jahrhundert allerdings nahezu vollständig zerstört wurde. Nur wenige Kilometer südlich von Ribe gibt es ein Freilichtmuseum mit dem Namen Ribe VikingeCenter – natürlich eine der Wikingerzeit nachempfundene Siedlung, an deren Fluss auch ein Boot aus der Wikingerzeit nachgebaut wurde. Im Sommer residieren hier stets Kunsthandwerker, die aus ganz Europa kommen, um mit ihren Waren Handel zu treiben; sie selbst nennen sich angeblich „Hobby-Wikinger“.

In Ribe selbst befindet sich hingegen das Museet Ribes Vikinger, in dem jede Menge Funde aus der Wikingerzeit ausgestellt sind. Diese und andere Exponate erzählen die wechselhafte Geschichte des kleinen Städtchens von der Zeit der Wikinger über das Hochmittelalter bis zum Ende des 17. Jahrhunderts. Daneben gibt es zu jeder Zeit auch Sonderausstellungen.

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