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Die Statue der Kleinen Meerjungfrau in Kopenhagen

Sie ist mit Sicherheit eine der berĂŒhmtesten Statuen der Welt. Auf jeden Fall ist sie fĂŒr die Stadt Kopenhagen das absolute Wahrzeichen. Und sie feiert im August 2013, man sieht es ihr nicht an, einen hohen runden Geburtstag. Die Rede von niemand Geringerem als, natĂŒrlich, der Kleinen Meerjungfrau. In Kopenhagen oder in der nĂ€heren Umgebung der dĂ€nischen Metropole gewesen zu sein, ohne ihr einen Besuch abzustatten, ist eigentlich nicht denkbar. Sie ist wohl das beliebteste Fotomotiv, das man in DĂ€nemark vor die Linse bekommen kann. Und dementsprechend genießt die Kleine Meerjungfrau nahezu tĂ€glich das große und interessierte Publikum, das ihr die Aufwartung macht. Und wenn sie, wie erwĂ€hnt, am 23. August 2013 den Geburtstag begeht, dĂŒrfte es wohl eine kleine Feier geben, eine Zeremonie ihr zu Ehren. Denn sie wird sage und schreibe genau 100 Jahre alt werden.

Gut, nicht mehr alles an ihr ist original, das muss dazu gesagt werden. Im August 1964 sĂ€gten ein paar Idioten der schönen Frau den Kopf ab, dieser wurde rekonstruiert und ersetzt. Im Juli 1984 dann war es der rechte Arm, den die Kleine Meerjungfrau einbĂŒĂŸte; wieder waren ein paar Vandalen schuldig. Kurz nach Neujahr 1998 war es wieder der hĂŒbsche Kopf, den die Jungfrau verlor. Schließlich, am 11. September 2003, wurde sie von dem Felsen gestĂŒrzt, auf dem sie sitzt und aufs Meer hinausblickt, vermutlich geschah dies unter Zuhilfenahme von Sprengstoff. Das bislang letzte Attentat gab es im MĂ€rz 2007. WĂ€hrend einer in der NĂ€he stattfindenden Demonstration wurde die Meerjungfrau mit rosa Farbe eingesprĂŒht. Das sind alles beschĂ€mende Beispiele, wie man mit einem Kunstwerk nur umgehen kann, das nicht bewacht wird.

Aufgestellt wurde das mit 1,25 Metern Höhe wohl kleinste Wahrzeichen der Welt (nach dem Manneken Pis) 1913, als Ergebnis einer Auftragsarbeit des Brauers Carl Jacobsen, nach der Arbeit des Kopenhagener Bildhauers Edvard Eriksen. FĂŒr die Kleine Meerjungfrau soll ihm ĂŒbrigens seine eigene Frau Modell gestanden haben. Jacobsen war KunstmĂ€zen und Sohn des FirmengrĂŒnders der in Kopenhagen ansĂ€ssigen Carlsberg-Brauerei, fĂŒr den Geld keine Rolle spielte, weswegen er die BĂŒrger seiner Stadt mit der Statue beglĂŒckte. Bei allem zu verurteilenden Vandalismus, wie beschrieben, ist es immerhin beruhigend zu wissen, dass am Standort der Meerjungfrau, an der Uferpromenade Langelinie, nur eine Kopie aufgestellt ist. Das 1913 angefertigte Original wird an einem unbekannten und natĂŒrlich streng geheimen Ort aufbewahrt. Hoffentlich ĂŒbersteht aber auch die Kopie das JubilĂ€um unbeschadet.

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