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Bornholm in Dänemark

Eine Insel Geschichte

Hafen von Ronne Die Geschichte der Besiedlung der Ostseeinsel Bornholm beginnt schon vor über 6.000 Jahren. Das 588 Quadratkilometer große Eiland wurde seinerzeit von Jägern bewohnt, die vermutlich über eine damals existierende Landbrücke von der 80 Kilometer südwestlich liegenden Insel Rügen gekommen waren. Vor ungefähr 6.000 Jahren dann wurden die Menschen auf Bornholm sesshaft und begannen mit dem Ackerbau und mit der Viehzucht. Von dieser Zeit und auch aus der späteren Bronzezeit gibt es heute noch kulturelle Zeugnisse auf der Insel: Hünengräber und Dolmen aus der Zeit der ersten Bauern, Felseinritzungen, Runensteine, Steinkreise und vieles mehr aus der 1.700 v.Chr. beginnenden Bronzezeit. Ab 500 v.Chr. war Bornholm ein Umschlagplatz für viele Waren im Ostseeraum, und auch noch zu Zeiten der Wikinger – ab etwa 800 n.Chr. – erfreute sich die Insel großer Beliebtheit, wahrscheinlich auch aufgrund ihrer strategisch günstigen Lage.

42.000 Einwohner zählt Bornholm heute, und die vormals günstige geografische Lage war für den nach dem Zweiten Weltkrieg einsetzenden Tourismus zu Beginn weniger vorteilhaft. Boot am Bornholmer Strand Doch als man merkte, welche Schönheiten Bornholm bietet, kamen schließlich auch die Urlauber in den 50er und 60er Jahren. Heute bietet Bornholm alles, was Touristen für die Zerstreuung vom Alltag benötigen und wollen: einladende, weiße Sandstrände, Wander- und Radwanderwege, Golfplätze, gutes Essen (fangfrischer Ostseefisch), kulturelle Einrichtungen und luxuriöse Hotels.

Eine besondere Sehenswürdigkeit stellt das Bornholmer Kunstmuseum dar, das erst 1993 eröffnet (und im Jahr 2003 dann schon wieder modernisiert) wurde. Das im Bauhaus-Stil errichtete Gebäude ist so entworfen, dass es ideal in die am Küstenstreifen von Helligdomsklipperne vorherrschende Landschaft integriert ist. Dazu trägt nicht zuletzt der Museumsturm bei, der einem Leuchtturm nachempfunden ist. Die Exponate selbst stammen von dänischen und von Bornholmer Künstlern des 19. Jahrhunderts (etwa Ölgemälde), dazu Skulpturen der Gegenwart und dänische Designstudien.

Die meisten Touristen kommen indes wegen der schönen Landschaft auf die Insel in Dänemark. Neben den erwähnten Sandstränden gibt es weite Abschnitte mit Steilküste. Mitten in der Natur kann man als Tourist auch einen Ferienhausurlaub in Bornholm genießen. Denn es ist natürlich auch möglich Ferienhäuser etwas abseits des Trubels und einsam in der schönen Natur zu buchen. Im Inselinnern waren über viele Jahrtausende Naturwälder dominant, sie sind in der jüngeren allerdings der Rodung zum Opfer gefallen – wie in vielen Regionen Europas ist auch auf Bornholm die frühere Vegetation von der Landwirtschaft verdrängt worden. Trotzdem gibt es immer noch einen Wald namens Almindingen, der die zweitgrößte zusammenhängende Forstfläche in Dänemark darstellt. Was nicht Nutzfläche ist, ist heute meist Heidelandschaft, die von Mooren und Seen durchzogen ist. Lange Jahre wurde auf Bornholm zudem das vorhandene Gestein abgebaut – Jura und Kreide, die zu Bauzwecken abgetragen worden sind. Weil dadurch allerdings die Wasserqualität deutlich schlechter geworden ist im Lauf der Zeit, wurde der Abbau 1988 bereits verboten.

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